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Hier können Sie sich ganz detailliert informieren:

http://www.parasitenfrei.de/de/erkrankungen/erkrankungen-des-hundes/

http://www.parasitosen.de/

http://www.laboklin.de/de/service/rat_tat/rt_reise.htm




Informationen zur Anaplasmose:

Text folgt

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Informationen zur Babesiose:  

Erreger

Babesien sind einzellige Parasiten (Protozoen), die rote Blutkörperchen (Erythrozyten) befallen, sich in diesen vermehren und sie zerstören.

Überträger

Überträger sind die Zeckenarten Dermacentor reticulatus (Auwaldzecke, Buntzecke) und Rhipicephalus sanguineus (Braune Hundezecke).

Die Auwaldzecke ist regional auch in Deutschland verbreitet und zwar insbesondere in Wäldern, die an Flüssen (Rhein, Donau und Elbe) oder Feuchtgebieten grenzen, und in Moorgebieten.

Die Braune Hundezecke bevorzugt wärmeres Klima, sie tritt vornehmlich im Mittelmeerraum auf. Wird sie allerdings von einem Hund aus einem Urlaubsland nach Deutschland mitgebracht, kann sie sich auch in Wohnungen und Stallungen oder auch Hundezwingern vermehren. In diesen Fällen muss zusätzlich zur Bekämpfung der Zecken am Hund eine Umgebungsbehandlung durchgeführt werden.

Jahreszeitlich gesehen ist die Aktivität der Zecken besonders in den Monaten März bis Juni und Oktober bis November hoch. Allerdings kann bei anhaltenden Temperaturen von über 10°C auch schon im Februar mit Zecken gerechnet werden.

Infizierte Zecken tragen Vorstufen von krankmachenden Babesien, sogenannte Sporozoiten, in ihren Speicheldrüsen. Durch die Blutaufnahme während des Saugaktes reifen sie innerhalb von 24 bis 36 Stunden heran und werden dann mit dem Speichel auf den Hund übertragen.

Vorkommen

Vor allem Ungarn und Frankreich sind betroffen, aber auch Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und die Schweiz.

Auch in einigen Gebieten von Deutschland, wie im Raum um Freiburg, Offenburg und Emmendingen, sowie Regensburg und München, in der Rheinebene und in der Eifel kommen mit Babesien infizierte Buntzecken vor.

Inkubationszeit

1 – 3 Wochen  

Klinisches Bild

Die Erkrankung zeigt unterschiedlich schwere Verlaufsformen mit sehr variabler Symptomatik.

Insbesondere bei massiv infizierten Welpen kann es zu plötzlichen Todesfällen kommen.

Durch die Zerstörung der Erythrozyten stehen Blutarmut (Anämie), Fieber und Schwäche, sowie Blutungen in Haut und Schleimhäuten im Vordergrund. Abbauprozesse der zerstörten roten Blutkörperchen führen zur Gelbsucht (Ikterus), rotbraun verfärbten Harn (Hämoglobinurie, Bilirubinurie), zu einer Milzschwellung und in schweren Fällen zum Nierenversagen.

Auch atypische Verlaufsformen mit Lähmungen, Krämpfen, Bewegungsstörungen, Entzündungen der Maulhöhle und der Augen kommen vor.

In chronischen Fällen kommt es lediglich zu einer geringgradigen Anämie, wechselndem Appetit, Leistungsschwäche und zum Gewichtsverlust.

Diagnose

Babesien können bereits am dritten Tag nach der Infektion direkt im Giemsa–gefärbten Kapillarblutausstrich (am besten aus der kleinen Ohrrandvene oder Kralle) nachgewiesen werden.

Frühestens 10 Tage nach der Infektion ist serologisch der Nachweis von Antikörpern mit Hilfe des indirekten Immunfluoreszenstests (IFAT) oder ELISA möglich.

Therapie und Prophylaxe

Zur Therapie wird Imizol (Imidocarb) eingesetzt, ein Präparat, das in Deutschland nicht auf dem Markt ist und daher über die Auslandsapotheke eingeführt werden muss.

Es gibt einen Impfstoff gegen Babesiose (Pirodog), der aber in Deutschland nicht zugelassen ist.

Eine prophylaktische Injektion von Imizol schützt 4 Wochen vor einer Infektion.

Ratsam ist eine konsequente Zeckenprophylaxe mit permethrinhaltigen Ektoparasitika , die Zecken nicht nur abtöten (insektizide Wirkung), sondern sie schon abwehren (Repellent–Wirkung) bevor sie Blut saugen und damit die Krankheitserreger übertragen.

Da die infizierte Zecke mindestens 24 Stunden auf dem Hund sein muss, bevor es zu einer Übertragung der Babesien kommt, ist es sinnvoll, die Hunde täglich nach Zecken abzusuchen und diese frühzeitig zu entfernen.

Zoonosegefahr Menschen sind in der Regel resistent gegen Babesien



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Informationen zu Ehrlichiose  

Erreger

Sie gehören zur Gruppe der Rickettsien. Dieses sind bakterienähnliche Krankheitserreger. Ehrlichien befallen weiße Blutkörperchen. Häufig treten sie zusammen mit Babesien auf. Es gibt 2 Arten : Ehrlichia canis und Ehrlichia phagocytophila (Anaplasma phagocytophila)

Ehrlichia canis kommt vorwiegend in Mittelmeerländern vor und befällt ausschließlich Monozyten. Ehrlichia phagocytophila ist regional auch in der Bundesrepublik zu finden und befällt nur Granulozyten.

Überträger

Als Überträger dienen verschiedene Zeckenarten : im Mittelmeergebiet vorwiegend die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus), in Deutschland der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus).

Vorkommen

Vorwiegend in Ländern mit wärmerem Klima, regional aber auch in Deutschland.

Inkubationszeit

1 – 3 Wochen  

Klinisches Bild

Zu Beginn der Erkrankung kommt es meist zu hohem Fieber (bis 41°C), Erbrechen, Durchfall, Nasenbluten, Blutungen des Zahnfleisches, manchmal auch eitriger Augen- und Nasenausfluss. Bei chronischen Formen kommt es zu wiederkehrenden Blutungen (Haut- und Schleimhautblutungen, Blut im Kot) mit daraus resultierender Blutarmut (Anämie), Leistungsabfall und Gewichtsverlust.

Insbesondere bei der in Deutschland auftretenden Infektion mit Ehrlichia phagozytophila treten häufig entzündliche Gelenkschwellungen auf.  

Diagnose

Der direkte Nachweis der Erreger in den Blutzellen gelingt nur selten.

Ab dem 20. Tag nach der Infektion können Antikörper im Serum nachgewiesen werden. Da die Antikörper der einzelnen Ehrlichienarten unterschiedlich sind, ist es wichtig, dem Labor anzugeben, ob Ehrlichia canis (Auslandsaufenthalt!) oder Ehrlichia phagozytophila (kein Auslandsaufenthalt!) vermutet wird.  

Therapie und Prophylaxe

Bei der Behandlung von Ehrlichiosen gelten Tetracycline und Doxycyclin/Ronaxan als Mittel der Wahl.

Ähnlich wie bei der Babesiose ist ein konsequenter, zuverlässiger Zeckenschutz mit permethrinhaltigen Ektoparasitika (Repellent–Effekt!) die beste Prophylaxe vor einer Infektion mit Ehrlichien  

Zoonosegefahr

In Amerika und Japan gibt es Ehrlichia–Arten, die zu Erkrankungen beim Menschen führen. In Europa sind Erkrankungen beim Menschen bisher nicht aufgetreten. 

 

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Informationen zu Filaria  

Erreger

Filarien gehören zu den Rundwürmern (Nematoden). 

Eine Rolle als Krankheitserreger bei Hunden spielen Dirofilaria immitis (der Herzwurm ) und Dirofilaria repens , der Erreger der Hautfilariose . Wie alle Nematoden sind auch die Filarien getrenntgeschlechtlich. Die erwachsenen, geschlechtsreifen Würmer werden als Makrofilarien bezeichnet. Sie halten sich bei Dirofilaria immitis in den großen Lungenarterien, der rechten Herzkammer und Herzvorkammer und bei einem starken Befall auch in der caudalen Körperhohlvene (Vena cava caudalis) auf. Makrofilarien von Dirofilaria repens leben im Unterhautbindegewebe. Dirofilaria immitis wird bis zu 30 cm lang und etwa 1 mm dick. Dirofilaria repens wird etwa 8 cm lang und 0,6 mm dick.

Herzwürmer können ein Lebensalter von 13 - 15 Jahren erreichen!

Die weiblichen Makrofilarien gebären Larven, die sogenannten Mikrofilarien. Diese werden in den Blutkreislauf abgegeben, in dem sie bis zu 2,5 Jahre überleben können. Beim Blutsaugen werden sie von Stechmücken aufgenommen. In deren Verdauungstrakt entwickeln sie sich innerhalb von etwa 3 Wochen zu einer infektiösen Larvenform, die bei der nächsten Blutmahlzeit von der Mücke auf den nächsten Wirt (Hund, oder auch andere Fleischfresser, wie Wolf, Fuchs, Frettchen, Katze) übertragen wird. Etwa 70 Tage dauert es bis diese Larve das Herz erreicht und weitere 6 bis 7 Monate bis sie geschlechtsreif ist und mit der erneuten Produktion von Mikrofilarien beginnt.  

Überträger

Als Überträger werden etwa 70 verschiedene Arten von Stechmücken verantwortlich gemacht.  

Vorkommen

Herzwürmer kommen in tropischen und subtropischen Gebieten wie auch in Süd– und Südosteuropa einschließlich aller Mittelmeerländer vor.

Dirofilaria repens tritt gehäuft in Italien und Russland auf, aber auch in Frankreich, Griechenland, Spanien, Portugal und Ungarn.  

Inkubationszeit

Wochen bis Monate  

Klinisches Bild

Die Schwere einer Herzwurmerkrankung ist von der Dauer der Infektion und dem Ausmaß des Wurmbefalls abhängig.

Bei geringem Befall bleibt die Infektion aufgrund der fehlenden Symptomatik oft unerkannt. Oder die Hunde zeigen nur einen Leistungsabfall oder bei der Anstrengung Husten und Atemprobleme.

Bei hochgradigem Befall kommt es zu schwerer Herz- und Lungensymptomatik mit Atemnot und Husten mit zum Teil blutigem Auswurf. Lungenödeme und Bauchwassersucht (Ascites) sind typische Erscheinungsbilder.

Häufig führt ein Blutrückstau in die Leber zu einer fortschreitenden Zerstörung von Leberzellen und schließlich zur Leberinsuffizienz.

Plötzliches Absterben von Würmern kann zu Gefäß– und Lungenembolien führen.

Dirofilaria repens verursacht bei Hunden juckende Hautveränderungen, Hautknoten und Hautabszesse.   

Diagnose

Es gibt verschiedene Nachweismethoden:

Mit Hilfe des sogenannten Knott–Tests werden Mikrofilarien, die im Blut zirkulieren, nachgewiesen. Dabei ist wichtig zu beachten, dass Mikrofilarien einem Tag–Nachtrhythmus unterliegen und insbesondere in den frühen Morgen- und den späten Abendstunden aktiv sind. Zu diesen Zeiten sollte dementsprechend die Blutabnahme erfolgen.

Bei diesem Test wird 1ml EDTA- Blut mit 9ml einer 2%-igen Formalinlösung zentrifugiert, das Sediment mit Methylenblau gefärbt und unter dem Mikroskop untersucht. Im positiven Fall sind die Mikrofilarien im Zentrifugat sichtbar.  

Therapie und Prophylaxe

Die Therapie einer manifesten Herzwurmerkrankung geht häufig mit Komplikationen einher. Dabei haben die verwendeten Präparate, Carpasolate und Immiticide, selbst meist erhebliche Nebenwirkungen. Aber auch durch das Absterben der Würmer während der Therapie kann es durch diese Fremdeiweißbelastung zu lebensgefährlichen Kreislaufschocksituationen kommen.

Manchmal muss daher eine chirurgische Entfernung der erwachsenen Würmer vor der medikamentösen Therapie erfolgen.

Bei der Therapie der Hautfilariose werden ebenfalls die Hautknoten, wenn möglich, chirurgisch entfernt.

Ähnlich wie bei der Leishmaniose spielt auch hier die prophylaktische Mückenabwehr durch ein permethrinhaltiges Ektoparasitikum eine große Rolle.

Mittel der Wahl zur Herzwurmprophylaxe bei noch nicht infizierten Hunden sind makrozyklische Lactone (Ivermectin, Avermectin, Milbemycin, Moxidectin), die möglichst schon 30 Tage vor dem Reisebeginn erstmalig und dann in monatlichen Abständen bis letztmalig 30 Tage nach der Rückreise verabreicht werden sollten.  

Zoonosegefahr Infektiöse Herzwurmlarven können durch Stechmücken auch auf den Menschen übertragen werden. Solche Infektionen sind sehr selten und haben einen meist symptomlosen Verlauf. Vereinzelt kommt es zu Herdinfektionen in der Lunge.

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Informationen zu Leishmaniose:  

Die Erreger (Leishmanien) werden durch den Stich der Sandmücke übertragen.  Die Ansteckungsgefahr vom Hund auf den Menschen bzw. von Hund zu Hund ist bisher nicht nachgewiesen.  Die Besiedelung eines Organismus mit Leishmanien wird immer nur durch den Stich der Sandmücke ausgelöst.

Je früher bei Auftreten von Symptomen und nach Erregernachweis mit der individuellen Therapie begonnen wird, desto besser sind die Heilungschancen.  Viele Tierärzte in Deutschland sind leider immer noch nicht ausreichend informiert und tragen damit zur Verunsicherung der Hundebesitzer bei.  

Eine vorbeugende Impfung gibt es derzeit leider nicht.  Das hochwirksame Halsband SCALIBOR R der Firma Intervet schützt sehr wirksam vor den Stichen der Sandmücke und kann beim Tierarzt gekauft werden.

Bei Reisen in Mittelmeerländer sollte es zum Schutz des Hundes ca. 2 Wochen vor Reisebeginn angelegt werden, damit sich der Wirkstoff über den Körper verteilt.  Es hilft auch bei anderen Parasiten und hält ungefähr ein halbes Jahr.  Der Hund sollte nicht draussen schlafen.

Symptome

Am auffälligsten sind die Hautsymptome: dünnes, glanzloses Fell, stellenweise Kahlheit, grobe Schuppung (weiß-silbrig), stellenweise Auflagerungen von Schuppenkrusten und asbestartiger Schuppung.  Zusätzlich können entzündliche ulzeröse Hautveränderungen auftreten (oft nässend, meist kreisrund- an Ohren, Kopf, Nase, an den Beinen)  Haarverlust (besonders um die Augen), Nasenbluten, Lymphknotenschwellung, Blutarmut (Anämie), „Ausfransen“ der Ohrränder mit Schuppenbildung,  Nierenschädigung, Augenbindehautentzündungen, Krallenwachstum, Mattheit, Durchfall, Gewichtsabnahme, Gelenkentzündungen.  

Im Mittelmeerraum sind viele Menschen infiziert (in Südfrankreich 30 – 40% der Bevölkerung), auch Sie können sich als Tourist in Mittelmeerländern infizieren, ohne es zu merken oder je ein Symptom zu sehen.  Denn die Mücke unterscheidet nicht zwischen Mensch und Tier.  Gefährlich wird es nur für Schwerstkranke oder Babies, deren Immunsystem geschwächt ist oder noch nicht ausreicht.  

Welche Hunde sind am ehesten gefährdet?

Inwieweit ein Tier überhaupt erkrankt, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

·         welcher Leishmanienstamm hat zugeschlagen (es gibt keinen Stamm, der nur Hunde sticht)

·        wie gut ist das Immunsystem des Hundes und wie alt ist er?  (Junge und gesunde Hunde können die Infektion selbst gut bekämpfen)  

Viele Hunde, die im Süden leben, haben sich oft schon mit der Krankheit auseinandergesetzt.  Wenn ihr Immunsystem gut ist, haben sie einen natürlichen Schutz erhalten.  Man kann dann zwar einen Antikörpertiter in einem Test nachweisen, aber sie haben trotzdem keine Leishmaniose.  

Ein Hund kann viele Symptome zeigen, doch natürlich kann er auch an etwas anderem erkrankt sein.  Aber auch wenn er keine Symptome hat, heisst das nicht, dass er keine Leishmaniose hat.  Man kann dies nur durch einen Test nachweisen.  Ein grosses Blutbild kann auch eine Schädigung der Organe nachweisen.

Inkubationszeit

Die Erkrankung kann bereits 3 Monate nach der Infektion auftreten, kann sich aber auch erst nach 18 Monaten zeigen.  Ganz selten kann sie sogar über einige Jahre in einer Art Ruhezustand verharren.  Es kommt sogar vor, dass Hunde resistent sind, was bedeutet, dass obwohl sie von infizierten Sandmücken gestochen wurden, sie keine Krankheitssymptome entwickeln, solange sie gut genährt sind und körperlich nicht überbeansprucht werden.  Diese Resistenz ist wahrscheinlich genetisch bestimmt.  

Bluttest

Bluttest auf Antikörpertiter, das heißt auf körpereigene Stoffe des Immunsystems. 

Da die Krankheitssymptome unspezifisch sind und mit denen der Babesiose und Ehrlichiose evtl. ähnlich verlaufen können, ist es ratsam, gleichzeitig einen Erregernachweis auf Ehrlichiose sowie Babesiose mitbestimmen zu lassen.  Ausserdem kann es zu Kreuzreaktionen mit einer dieser anderen Infektionen kommen. Das Immunsystem arbeitet dann auf Hochtouren, auch wenn der Hund nie gestochen wurde.  

Therapie

Es gibt viele therapeutische Verfahren, je nach Erreger, Verfassung und Alter des Hundes, Hunderasse.  Es besteht durchaus die Möglichkeit dass der Hund geheilt werden kann.  Um die Heilung zu unterstützen sollte das Immunsystem des Hundes stabilisiert werden, also kein Stress, viel Liebe, gutes Futter.  So kann der Hund mit dem Erreger selbst fertig werden.  Gerade Hunde, die keine Symptome aufweisen, haben sehr hohe Chancen zu gesunden.  Es gibt durchaus Fälle, wo Hunde unter 5 Jahre spontan geheilt wurden.  Man kann auch Echinacea als Kur geben, um die Immunabwehr zu unterstützen.  

Behandlung:

Als Medikamente kann man die sehr gut verträglichen Tabletten Allopurinol geben.  Pro Kilo Körpergewicht gibt man 15mg 1x täglich und sollte bis zu 1 Jahr verabreicht werden.  Tiermediziner raten, das Medikament bei einem Titer von über 1:64 zu geben.  

Dann gibt es noch das Präparat Glucantime, welches nur bei einem sehr starken Schub gegeben werden sollte.  Da Leber und Nieren belastet werden, sollten vorher die Werte ermittelt werden.  Es wird einmal täglich 20-40 Tage am besten subkutan gespritzt.  

Eine Verlaufskontrolle der Serumproteinelektrophorese ist die einfachste und beste Methode zur Beurteilung des Behandlungserfolges.  

Die Behandlung sollte immer auf den jeweiligen Hund abgestimmt werden (Allopurinol, Amphotericin B, Antimon, Ketoconazol, Interferon, Oleyl-PC u.a.)  Eine zusätzliche Behandlung mit Homöopathie kann auch sehr gut helfen.

Auch Leishmaniose-positive Hunde können sehr alt werden, wenn die Lebensqualität stimmt. Unsere Hündin hat sicher schon ein Leben lang Leishmaniose und sie wird dieses Jahr 17 Jahre alt! Bisher haben sich keine Symptome gezeigt – sie ist topfit für ihr hohes Alter.  Für gesunde Menschen gibt es keine Ansteckungsgefahr.  

Die Tests vor der Vermittlung

Die spanische Tiernothilfe lässt die Hunde die aus Südspanien stammen in Barcelona von dem Labor Vetlab testen.  Aber es gibt keine generelle Sicherheit.  Der Hund kann  

a) zwar infiziert sein, aber die Infektion zeigt sich noch nicht im Test, weil sie noch in der Entwicklung ist (z.B. wurde der Hund erst kurz vorher von einer Mücke gestochen)  

b) der Test ist falsch / fehlerhaft (eher selten, kann aber vorkommen)  

c) im Labortest zeigt sich die Infektion nicht, aber vielleicht in einer Punktion des Knochenmarks, die sicherer ist und mit Sicherheit erst mit einer PCR-Analyse (Polymerase-Kettenreaktion): als direkter Nachweis nach einer Therapie zur Kontrolle ob noch Leishmanien in Lymphknoten oder Knochenmark vorhanden sind.

Doch auch in der Punktion des Knochenmarks zeigt sich die Infektion nur, wenn in der kleinen Probe die gezogen wird eben gerade Leishmanien zu sehen sind.  Wenn an der Stelle gerade keine sind, dann sieht man sie auch nicht und das Ergebnis sagt: negativ.  

d) oder er wurde im Test XY getestet und das Ergebnis war negativ.  Nur – es sagt nicht „der Hund ist negativ“ weil man das nicht sagen kann – man kann wissenschaftlich nun einmal nur sagen, dass der TEST im Ergebnis negativ sei.  

Ausserdem sind Leishmaniose-Infektionen manchmal nur nach Jahren nachweisbar.  Die ganzen Tests sind immer nur Annäherungen an die Realität mit menschlichen Mitteln, die immer in irgendwelcher Form begrenzt sind.  

Wir können leider nicht in die Tiere hineinsehen, tun aber alles was uns möglich ist, doch handelt es sich hier um Lebewesen und wir können keine Garantien geben.  Falls ein Tier krank sein sollte, werden wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen – mehr können wir nicht tun, weil mehr nicht in unserer Macht liegt.  Doch Sie sollten selbst entscheiden, ob Sie trotz alledem einen Hund aus Spanien adoptieren möchten.  Jeder von uns Menschen kann morgen Krebs bekommen, aber deshalb würden wir doch nicht zu unserem Partner sagen: Ich heirate dich nicht - du könntest vielleicht krank werden oder sein.  

Es besteht also absolut keinen Grund „vorsichtshalber“ gesunden Tieren aus südlichen Ländern eine Chance auf ein neues Leben in Deutschland zu verweigern.